{"id":47,"date":"2017-04-18T16:38:19","date_gmt":"2017-04-18T14:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/?page_id=47"},"modified":"2021-09-13T10:19:14","modified_gmt":"2021-09-13T08:19:14","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geschichte der katholischen Pfarrei und Kirchgemeinde St. Peter und Paul Zizers &#8211; Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>Die erste echte urkundliche Erw\u00e4hnung von \u00abZizers\u00bb kann 955 n. Chr. gefunden werden. Kaiser Otto I. schenkte damals den \u00abHof Zizers\u00bb der gebeutelten bisch\u00f6flichen Kirche von Chur. Eine Kirche in Zizers ist sicherlich um 1340 n. Chr. urkundlich erw\u00e4hnt (St. Andreas, heute evangelische Kirche). 1365 n. Chr. wird die Kirche St. Peter (heutige katholische Kirche) erw\u00e4hnt. Arch\u00e4ologisch finden sich unter ihr Funde einer ersten Kirche, die wom\u00f6glich bis ins 8. Jahrhundert zu datieren sind. Die heutige barocke Kirche wurde 1696 n. Chr. von Bischof Ulrich von Federspiel zu Chur auf die Patrone Petrus und Paulus geweiht.<\/p>\n<p><img src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445.png\" alt=\"\" \/><br \/>Abbildung: Bulla Dedicationis von Bischof Ulrich, 28.10.1696, Archiv Pfarrei Zizers.<\/p>\n<p>Die Urspr\u00fcnge der Pfarrei liegen im Verborgenen, k\u00f6nnen aber wohl f\u00fcr das 8. Jahrhundert angenommen werden. Gem\u00e4ss Erwin Poeschel geh\u00f6rte Zizers zu den Altpfarreien, welche das ganze Gebiet \u00abunterhalb Trimmis und Haldenstein\u00bb umfasste, eine \u00abparochiale\u00bb Gemeinschaft mit Untervaz ist wahrscheinlich. Valzeina geh\u00f6rte als Filiale zu Zizers bis 1523 n. Chr. Nach der Reformation waren auch die Pr\u00e4ttigauer Katholiken bis 1899 n. Chr. zu Zizers zehntpflichtig. Die Betreuung der Pfarrei Zizers durch Kapuziner ist eine Folge der reformatorischen Wirren. Im Jahre 1615 klagten die Zizerser Katholiken bei der Tagsatzung, dass ihnen Priester und Kirchen vorenthalten w\u00fcrden und baten deshalb um 2 Kapuziner. Diese konnten aber vorerst nur von Chur aus die Pfarrei betreuen.<\/p>\n<p>Der \u00abber\u00fchmteste\u00bb Geistliche der Pfarrei war der Heilige Fidelis von Sigmaringen, der von Chur aus die Pfarrei bis 1622 n. Chr. versorgte und am 24. April 1622 in Seewis ermordet wurde. 1945 n. Chr. verstarb der sehr bekannte Kr\u00e4uterpfarrer Johann K\u00fcnzle in Zizers.<\/p>\n<p>1644 n. Chr. wurden die katholischen und reformierten Kirchgemeinden und Pfarreien friedlich getrennt. St. Andreas wurde neu die evangelische Kirche und St. Peter und Paul zur katholischen. Turm, Glocken und Friedhof wurden aber bis zur endg\u00fcltigen Trennung 1769 n. Chr. gemeinsam benutzt.<\/p>\n<p>Im Oktober 1686 erhielt Zizers endlich zwei Patres als Pfarrer und Pfarrhelfer. 1702 kam ein dritter Pater f\u00fcr Mastril dazu, wo erst im Jahre 1782 eine eigene Pfarrei errichtet wurde. Seit 1943 betreut nur noch ein Pater die Pfarreiseelsorge. 1972 kam ein Kapuzinerbruder als Katechet, der neben vielen Unterrichtsstunden auch in der Seelsorge mitgeholfen hat, besonders als Pr\u00e4ses der Jugendvereine.<\/p>\n<p>Obwohl schon 1595 n. Chr. ein Lehrer J\u00f6ri Ard\u00fcser in Zizers Schule erteilte, sind die Anf\u00e4nge der \u00f6ffentlichen Schule verborgen. Der Bundestag w\u00fcnschte zwar 1642 n. Chr. Schulen in allen D\u00f6rfern, doch dauerte es bis ins 19. Jahrhundert hinein, bis der Wunsch mehrheitlich umgesetzt wurde. In Zizers waren die Pfarrherren meist auch Lehrer und unterrichteten in Religion, Lesen, Schreiben und Gesang. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es konfessionelle Schulen, die von den Kirchgemeinden gef\u00fchrt wurden. Mit Pfarrer Georg R\u00fcedi besserte sich ab 1810 n. Chr. die Qualit\u00e4t, der Umfang und die Ausstattung der Schule. Auch wurden Lehrer angestellt und Schulr\u00e4te geschaffen.<\/p>\n<p>1989 n. Chr. ist Zita Maria delle Grazie Habsburg-Lothringen in Zizers gestorben. Sie war die letzte Kaiserin von \u00d6sterreich und bis 1921 n. Chr. Apostolische K\u00f6nigin von Ungarn.<\/p>\n<p>Heute umfasst die Kirchgemeinde und Pfarrei St. Peter und Paul Zizers alle Katholiken auf dem kommunalen Gebiet von Zizers. Die Vorbereitung auf die Sakramente, der Unterhalt der kirchlichen Geb\u00e4ude, die Seelsorge und der Religionsunterricht sind die haupts\u00e4chlichen Aufgaben.<\/p>\n<p>Stefan M. Bolli, 29.3.2021<\/p>\n<p><strong><a id=\"link\"><\/a>Weiterf\u00fchrende Texte:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#glocken\">Die Glocken und die Orgel von St. Peter und Paul<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kapellen\">Die Alt\u00e4re und Kapellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#grablegung\">Die Grablegungen rund um die Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#entstehung\">Die Entstehung der Pfarrei und Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#geschichte\">Die Geschichte der Kirche St. Peter und Paul<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Archiv der Pfarrei St. Peter und Paul Zizers.<\/li>\n<li>Hassler, Paul: Zizers 955 \u2013 1955. Zizers. 1955.<\/li>\n<li>Poeschel, Erwin: Chur und der Kreis f\u00fcnf D\u00f6rfer. In: Poeschel, Erwin: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Graub\u00fcnden (Band VII). Basel, 1948.<\/li>\n<li>Poeschel, Erwin: Chur vom Altertum bis ins sp\u00e4te Mittelalter. In: B\u00fcndnerisches Monatsblatt, 1945 (1-64).<\/li>\n<li>Heinzle, Bernd; Reitmeier, Thomas: Zeitschichten lesen \u2013 die mittelalterliche curtis von Zizers als Palimpsest. In: Zeitschrift f\u00fcr B\u00fcnder Geschichte, Landeskunde und Baukultur. 2005 (57-72).<\/li>\n<li>Untervazer Burgenverein: Erste Erw\u00e4hnung des K\u00f6nighofs Zizers. In: Texte zur Dorfgeschichte Untervaz. 2008 (Nr. 2).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><a id=\"entstehung\"><\/a>Weiterf\u00fchrende Texte<\/strong><\/p>\n<p><u>Die Entstehung der Pfarrei und Kirche<\/u><\/p>\n<p>Das Churer Rheintal war vor Christus nicht stark besiedelt, jedoch unterschiedlich in den verschiedenen Epochen. Die Gegend war gepr\u00e4gt vom Rhein und der Rheinebene \u2013 mooriger Boden, immer wieder Hochwasser und die Breite des Flusses machten die Bewirtschaftung des Bodens, der Handel und die Reise m\u00fchsam. Die klimatische Lage hingegen ist aber sehr g\u00fcnstig: Warm und gen\u00fcgend Regen.<\/p>\n<p>Erste Siedlungsspuren finden sich bereits unmittelbar vor der Mittelsteinzeit. Die Besiedlung in der Bronze- und Eisenzeit steht zweifelsfrei fest. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Chur finden sich die meisten vorr\u00f6mische Spuren. Handel wurde schon in der Jungsteinzeit gegen Norden und \u00fcber die Alpenp\u00e4sse (z.B. Julier, Septimer, San Bernadino, Lukmanier) getrieben. Vermutlich war das Rheintal und das Engadin besiedelt. Metzger\/Gleirscher listeten 1992 sechs Regionen mit h\u00e4ufig genannten St\u00e4mmen der Rh\u00e4ter auf, passend zu den arch\u00e4ologischen Funden und Kulturen und den Sprachgruppen. F\u00fcr das Gebiet von Graub\u00fcnden w\u00fcrde das nach 1300 v. Chr. bedeuten, dass im Alpenrheintal bis zum Vorarlberg die St\u00e4mme der Kalukonen, Suaneten und Vennonen (?) aufgef\u00fchrt sind, im Veltlin und Oberengadin die Vennonen (?), im Bergell die Bergaleer (?) und Lepontier und im Unterengadin die Venosten (?). Um 1300 v. Chr. traten V\u00f6lkerbewegungen aus dem Westen und Norden auf. Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus beeinflusste das Aufbl\u00fchen der Etrusker die St\u00e4mme der Rh\u00e4ter. Auch die griechische Kultur mit ihrem transalpinen Handelssystem beeinflusste diese Bev\u00f6lkerung. Die Kelten zerst\u00f6rten nach 400 v. Chr. die etruskische Kultur in der Poebene, was die St\u00e4mme nordw\u00e4rts trieb.<\/p>\n<p>Eine wohl d\u00fcnne Besiedlung von dem heutigen Graub\u00fcnden und Rheintal durch Kelten und Rh\u00e4ter und verschiedenen kleineren und nicht genau zuordenbaren St\u00e4mmen um 500 v. Chr. wird allgemein angenommen. Eine klare Unterscheidung zwischen keltischen und rh\u00e4tischen St\u00e4mmen ist fast nicht m\u00f6glich. Dabei kommt der Begriff Rh\u00e4ter urspr\u00fcnglich bei Cato dem \u00c4lteren (234-149 v. Chr., rh\u00e4tische Traube\/Wein, bezieht sich vermutlich auf die Gegend um Verona) und beim griechischen Historiker Polybios (ca. 200-120 v. Chr., Pass durch Rh\u00e4tia) vor. Eine Lokalisierung der Rh\u00e4ter ist schwierig. Die rh\u00e4tische Sprache war vom Alphabet eng verwandt mit dem Etruskischen (welches wiederum vom Griechischen abstammt), jedoch wird es in der Forschung als eigenst\u00e4ndige Sprache gesehen.<\/p>\n<p>Die Rh\u00e4ter k\u00f6nnten ein in norditalienisches Volk gewesen sein, das in die Alpen vertrieben wurde, was die sprachliche N\u00e4he des Rh\u00e4tischen mit dem Etruskischen erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Andere Forscher gehen von kleinen genuinen St\u00e4mmen in den helvetischen und \u00f6sterreichisch-italienischen Alpen aus. Sicher waren die Kelten n\u00f6rdlich der Alpen die vorherrschende Bev\u00f6lkerung. Eine kleine Abgrenzung mit Vorsicht ist aufgrund der <em>Naturalis Historia<\/em> von Plinius dem \u00c4lteren (77 n. Chr. fertiggestellt) anzunehmen. Jedoch kann damit keine geographische Zuordnung erfolgen. Demnach waren die Rh\u00e4ter im S\u00fcden von Como und Verona begrenzt. Im Westen waren die Helvetier in den Ebenen, sprich n\u00f6rdlich des Alpenkammes und der Voralpen bis zum Walensee und dem Bodensee. Im Osten bestand das keltische K\u00f6nigreich Noricum (1. Jhd. v. Chr.) bis zum Bodensee. Und im Norden wurden die Boier genannt, ein keltischer Stamm, der bis zum Bodensee herrschte. Im Zusammenhang mit der Eroberung 15 v. Chr. tauchten n\u00f6rdlich von Chur im Alpenrheintal die Vindeliker auf, die ebenso zu den Kelten gez\u00e4hlt werden. Ob diese die Rh\u00e4ter gegen S\u00fcden dr\u00e4ngten oder ob dieses Gebiet zwischen Maienfeld und Bregenz gar nicht gross besiedelt war, bleibt Spekulation.<\/p>\n<p>F\u00fcr Zizers ist die Bev\u00f6lkerung vor Christi Geburt also unsicher, wieviel und ob eher rh\u00e4tisch oder keltisch.<\/p>\n<p>Die R\u00f6mer kommen<\/p>\n<p>Als Gaius Julius Caesar 58-52 n. Chr. Gallien (heute ganz Frankreich, sp\u00e4ter Teile von Spanien) eroberte und dabei auch die Helvetier bei Bibracte (heute Frankreich, 58 v. Chr.) schlug und auf das Gebiet der heutigen Schweiz n\u00f6rdlich der Alpen und westlich des Z\u00fcrichsees zur\u00fcckdr\u00e4ngte als Puffer gegen die Germanen, geh\u00f6rte zum r\u00f6mischen Reich unter Caesar ganz Italien, Gallien links dem Rhein, Nordafrika, Griechenland, Teile des Balkans, Zypern und der Nahe Osten. Das Interesse der R\u00f6mer am Handel und die Kontrolle auch n\u00f6rdlich der Alpen zu erlangen, zeigte sich deutlich. Dabei fehlten die schnellen \u00dcberg\u00e4nge \u00fcber die Alpen \u00fcber die rh\u00e4tischen P\u00e4sse in Richtung des heutigen Deutschlands und \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>15 v. Chr. eroberten die S\u00f6hne von Kaiser Augustus, Drusus und Tiberius, in einer Zangenbewegung den Alpenraum \u00fcber den Brenner\/Reschen bzw. die b\u00fcndnerischen P\u00e4sse und von Genf bis zum Bodensee bis nach Augsburg. Nachdem durch keltische und germanische Vorst\u00f6sse im 2. Jahrhundert vor Christus die r\u00f6mischen Gebiete unter Druck kamen, war dieser Feldzug n\u00f6tig geworden. Im Gebiet des heutigen Kanton Graub\u00fcnden erfolgte der Vorstoss \u00fcber den Julier- und\/oder Septimerpass, Bivio, Tiefencastel, Lenzerheide, Chur. Dies zeigen Funde nach Grabungs- und Sicherstellungsarbeiten 2003 bis 2006. Diese Vorstossbewegung waren offenbar von Truppenteilen der 3., 10. und 12. Legion gef\u00fchrt und stiess von Chur aus Richtung Bodensee und S\u00fcddeutschland und auch via Walensee nach Z\u00fcrich vor. Vor Bregenz kam es zu einer bedeutenden Schlacht gegen die Vindeliker, einem keltischen Stamm.<\/p>\n<p>Die R\u00f6mer machten die Wege von Norditalien bis nach S\u00fcddeutschland sicher und gr\u00f6sstenteils befahrbar. Dies war der Grundpfeiler f\u00fcr die milit\u00e4rische Kontrolle, das Nachrichtenwesen und den Handel. Entlang dieser Routen und auch in den nahen, wohnbaren Seitent\u00e4lern bestanden und entstanden kleine Siedlungen. Zum gr\u00f6ssten Teil bestanden diese Wohnorte sicherlich aus der genuien Bev\u00f6lkerung. Aber auch Handelsleute, Veteranen oder andere Reisende liessen sich zunehmend nieder und vermischten sich mit der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Der Weinbau in der B\u00fcndner Herrschaft kann nicht gesichert auf die R\u00f6mer zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Ein Indiz ist aber das h\u00e4ufige Vorkommen der Weissweinrebe Elbling, die als R\u00f6merrebe gilt. Es k\u00f6nnte also sein, dass die R\u00f6mer bereits nach der Eroberung und Urbarmachung Weinbau betrieben in diesem Gebiet. Auf welche Zeit die Eisenerzgewinnung (Gonzen bei Sargans) zur\u00fcckgeht, ist nicht ganz klar, wird aber auch in diese Zeit angenommen. Insofern war die Gegend gepr\u00e4gt von Landwirtschaft, Weinbau eventuell und vor allem das Vorbeiziehen der H\u00e4ndler und Soldaten.<\/p>\n<p>Die Provinz Raetia et Vindelicia et vallis Poenina soll gem\u00e4ss Zanier zwischen 14 und 30 v. Chr. errichtet worden sein. Die Tatsache, dass die Provinz auch das Wallis umfasste, sprach f\u00fcr die Kontrolle der wichtigen Alpen\u00fcberg\u00e4nge unter einer Verwaltung. Die Provinzhauptstadt war Kempten. 43. n. Chr. wurde das Wallis abgetrennt und Augsburg wurde in der Zeit zur Hauptstadt der Provinz.<\/p>\n<p>Die Rh\u00e4ter erfuhren mit Errichtung der r\u00f6mischen Provinz Raetia et Vindelicia im 1. Jhd. n. Chr. gem\u00e4ss Rageth \u00abeine begriffl. Ausweitung. Sie dienten von nun an auch der Bezeichnung aller Einwohner der Provinz, ob diese nun rh\u00e4tischen oder keltischen Ursprungs waren, bzw. des ganzen Provinzterritoriums, das auch Vorarlberg und Tirol sowie das heute dt. Alpenvorland umfasste, und wurden somit unsch\u00e4rfer.\u00bb<\/p>\n<p>Der Name Chur deutet auf eine Siedlung keltischen Ursprung hin. Zanier nimmt aber an, dass die R\u00f6mer in Chur auf alten Siedlungsresten siedelten. In Chur kamen alle Wege von S\u00fcden und von Norden zusammen. Auch gegen Westen \u00fcber den Oberalppass mussten Wege bestanden haben (Provinz Raetia et Vindelicia et vallis Poenina). Chur lag deshalb strategisch sehr g\u00fcnstig. Von Chur aus war es auch m\u00f6glich und wird auch so angenommen, dass Waren \u00fcber den Rhein nach Norden transportiert wurden. Ein Hafen wird bei dem Zusammenfluss von Plessur und Rhein angenommen. In Maienfeld war eine wichtige Furt \u00fcber den Rhein.<\/p>\n<p>Die Romanisierung R\u00e4tiens spaltet die Fachwelt. Eine Mittelwelt f\u00fchrt Zanier mit L. Hollenstein an: \u00abDie heimische Bev\u00f6lkerung habe in der materiellen Kultur R\u00f6misches \u00fcbernommen. Manch einer wird im Heeresdienst oder im Handel und Verkehr die lateinische Sprache erlernt und verwendet haben. In der Verwaltung und im gehobenen Gesellschaftsleben mag diese Sprache dominiert haben. Im Ganzen blieb aber die Bev\u00f6lkerung ihrem Kelten, bzw. R\u00e4tertum verhaftet.\u00bb (Zanier, Alpenrheintal, S. 277)<\/p>\n<p>Chur wurde im Zuge der diokletianischen Reichsreform 267 n. Chr. zur Hauptstadt der Raetia I. (Prima), der n\u00f6rdliche Teil der urspr\u00fcnglichen Provinz wurde Raetia II. unter Augsburg. R\u00e4tia I. et II. geh\u00f6rten seit der Gr\u00fcndung immer zur italienischen Di\u00f6zese Italia annonaria mit Mailand als Metropolitanstadt.<\/p>\n<p>Schneider-Schnekenburger zeigte durch ein Kaleidoskop der arch\u00e4ologischen und sprachwissenschaftlichen Forschungen, dass die Raetia Prima rund um Chur bis 806 n. Chr. nicht germanisiert wurde, sondern auch nach dem Zusammenfall des r\u00f6mischen Reiches im Westen dessen Struktur, Sprache, Recht und Verwaltung behielt.<\/p>\n<p>Vor der Zeit Kaiser Konstantins nimmt Adolf v. Harnack keine nennenswerte christliche Bev\u00f6lkerung in R\u00e4tien an. Einzig f\u00fcr die Stadt Augsburg (Verwaltungsstadt der Provinz) gibt es gesicherte Informationen zur Anwesenheit von Christen (\u00abAfra\u00bb). Nachdem das Christentum im R\u00f6mischen Reich immer wieder verfolgt wurde, setzte Kaiser Galerius 311 n. Chr. einen Schlusspunkt, indem das Christentum im ganzen Reich offiziell geduldet werden musste. Mit Kaiser Konstantin dem Grossen, der von 306 bis 337 n. Chr. Kaiser im r\u00f6mischen Reich war (von 312 im Westen, 324 im ganzen Reich wieder alleinherrschender Kaiser nach der Tetrarchie), \u00e4nderte sich die Lage noch einmal dramatisch f\u00fcr die Christen. 313 n. Chr. erhob der Kaiser die christliche Religion zur Staatsreligion, nachdem er 312 an der Milvischen Br\u00fccke \u00fcber seinen Mitregenten Maxentius unter den Insignien Xhi-Rho Christi gewonnen hatte.<\/p>\n<p>Bistum Chur<\/p>\n<p>In Chur ist der erste Bischof Asinio 451 n. Chr. bezeugt. Das Gebiet um Chur wird wohl in der zweiten H\u00e4lfte des 4. Jahrhundert langsam christianisiert worden sein. Da die Raetia Prima schon immer zu Mailand geh\u00f6rte und so auch die ersten Bisch\u00f6fe von dort stammten, verlief die Christianisierung wohl von Norditalien und im Speziellen von Mailand aus. Ob Asinio allerdings der erste Bischof in Chur war, bleibt fraglich. Gem\u00e4ss Kaiser verlief die Christianisierung nicht pl\u00f6tzlich oder durch einen Glaubensboten. Vielmehr stellt man sich die Christianisierung als Teil des Prozesses der Romanisierung vor.<\/p>\n<p>Anzeichen f\u00fcr die Christianisierung sind die sichtbaren \u00c4nderungen der Bestattungskultur. Bis im 4. Jahrhundert sind die aufgefundenen antiken Gr\u00e4ber gewestet (nach antiker, heidnischer Kultur). Zu Beginn des 5. Jahrhunderts treten aber pl\u00f6tzlich geostete Gr\u00e4ber ohne Grabbeigaben auf (Bonaduz, Valbeuna). St. Stephan und Andreasmemorie in Chur, Kirchen und Baptisterien in Schaan und Zillis, die Kirchen von Schiers und Sagogn sind Beispiele f\u00fcr die Christianisierung ab dem 5. Jahrhundert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1140\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser.png\" alt=\"\" width=\"3648\" height=\"2344\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser.png 3648w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-300x193.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-1024x658.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-768x493.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-1536x987.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-2048x1316.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BautypenRaetien-Kaiser-467x300.png 467w\" sizes=\"(max-width: 3648px) 100vw, 3648px\" \/><br \/>Fasst man die Datierungen der Kirchen (von Kaiser) rund um Chur zusammen, so ergibt sich ein vages und sicher unvollst\u00e4ndiges Bild der Christianisierung: Entlang der r\u00f6mischen Hauptstrasse vom Septimer her \u00fcber Chur nach Bregenz finden sich Kirchen vor 600 n. Chr.: Mesocco, Zillis, Hohenr\u00e4tien, Cazis, Tomils, Rh\u00e4z\u00fcns, Bonaduz, Chur, Schaan. Bereits Schiers, Grepault und Sagogn liegen leicht abseits der Hauptroute Richtung Surselva und dem Schanfigg. Die Karte zeigt dann bis ins 8. Jahrhundert bereits deutlich die Hauptroute nach Bregenz sowie neu auch Richtung Z\u00fcrch. Die Entstehung in Zizers f\u00e4llt in diese Zeit. Das Engadin folgte bis zum 10. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Zwischen 536\/537 und dem Ende des 6. Jahrhunderts erfuhr das Bistum Chur eine Grenzkorrektur. Zu Beginn war das Bistum deckungsgleich mit der Raetia Prima. Als die Franken die Raetia Prima in Besitz nahmen, wurde das Vinschgau zur Raetia Prima zugeteilt, ebenso das Bergell. Im S\u00fcden verlor das Bistum Chur Teile des heutigen Tessin an die Di\u00f6zese Mailand. Unter Dagobert I. (629-639 n. Chr.) verlor das Bistum bei der Neugr\u00fcndung des Bistums Konstanz das Glarnerland, das Toggenburg und das Appenzellerland und das St. Galler Rheintal an das neue Bistum.<\/p>\n<p>Als im 7. und 8. Jahrhundert die Zacconen in Chur an die Macht kamen und beide wichtigen \u00c4mter auf Jahrzehnte belegten (Praeses und Bischof), kam es sp\u00e4testens unter Bischof Tello (Mitte des 8. Jahrhunderts) zur Personalunion der beiden \u00c4mter. Der Bischof war nun neu Bischofsregent mit der Macht \u00fcber das Bistum und die Raetia Prima mit allen weltlichen und kirchlichen Funktionen.<\/p>\n<p>806 n. Chr. kam es zu einem Wendepunkt. Karl der Grosse war K\u00f6nig der Franken und band seine Sprengel n\u00e4her an sich. Er teilte die weltliche Macht in der Raetia Prima einem Grafen Hunfrid zu (Grafschaftsreform), der Bischof hatte fortan nur noch innerkirchliche Zust\u00e4ndigkeiten. Auch der Besitz wurde geteilt, was noch l\u00e4ngere Streitigkeiten nach sich zog. 843 n. Chr. best\u00e4tigte Kaiser Lothar I. die Besitzverh\u00e4ltnisse und unterstellte das Bistum Chur seinem Schutz, was das Ende der Zugeh\u00f6rigkeit zu Mailand bedeutete.<\/p>\n<p>Erste Erw\u00e4hnung von Zizers 955<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1161\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto.png\" alt=\"\" width=\"2116\" height=\"1636\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto.png 2116w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-300x232.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-1024x792.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-768x594.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-1536x1188.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-2048x1583.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/SchenkungsurkundeOtto-388x300.png 388w\" sizes=\"(max-width: 2116px) 100vw, 2116px\" \/><br \/><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1145\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto.png\" alt=\"\" width=\"2304\" height=\"688\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto.png 2304w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-300x90.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-1024x306.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-768x229.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-1536x459.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-2048x612.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/DetailUrkundeOtto-500x149.png 500w\" sizes=\"(max-width: 2304px) 100vw, 2304px\" \/><br \/>Um die erste Erw\u00e4hnung von Zizers spannt sich eine wahre Urkundenserie. Zwei Urkunden wurden durch Verunechtung (siehe Heinzle) zur\u00fcckdatiert auf 831 und 849. Die erste echte Urkunde mit der Nennung von Zizers datiert auf den 28. Dezember 955 n. Chr. In dieser Urkunde schenkt Kaiser Otto I. Bischof Hartbert von Chur den Hof (curtis) zu Zizers und erlaubt ein zollfreies Schiff auf dem Walensee. 956 wird diese Schenkung best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Detail: Curtem nostram in comitatu rethia zizuris<\/p>\n<p>In nomine dei omnipotentis et salvatoris nostri Iesu Christi. Otto divina favente<\/p>\n<p>gratia rex. Igitur omnium fidelium nostrorum presentium scilicet et futurorum noverit<\/p>\n<p>industria, qualiter nos dilecti fratris nostri Brunonis archiepiscopi necessaria<\/p>\n<p>suggestione sanctae Curiensi aecclesiae cui venerabilis episcopus Hartpertus ac fidelis<\/p>\n<p>noster preesse videtur, quasdam res iuris nostri aliqua eiusdem infortunis recuperanda<\/p>\n<p>ob divinam remunerationem conferre curassemus. Cuius consultu atque saluberrimae<\/p>\n<p>exhortationi consentiendo, quia loca ad eandem aecclesiam pertinentia ab Italia<\/p>\n<p>redeundo invasione Sarazenorum destructa ipsi experimento didicimus, ipsiusque<\/p>\n<p>aecclesiae paupertati conpaciendo votumque in ipsa peractum solvendo curtem nostram<\/p>\n<p>in loco Zizuris vocato in comitatu Rehciae sanctae dei genitrici Mari[ae sanctoque]<\/p>\n<p>Lucio confessori Christi remedio anime nostrae ab integro condonamus ac firmiter<\/p>\n<p>contradimus cum omnibus ad eandem curtem iustae et legaliter pertinentibus cum<\/p>\n<p>aecclesia et decimis curtilibus aedificiis mancipiis agris pratis vinetis silvis pasquis<\/p>\n<p>alpipus aquis aquarumve decursibus fontibus insulis piscationibus molendinis cultis et<\/p>\n<p>incultis quesitis et inquirendis omnibusque ad eundem locum rite subsistentibus.<\/p>\n<p>Iussimus quoque hoc praeceptum inde conscribi per quod volumus firmiterque iubemus,<\/p>\n<p>quatenus praelibatus episcopus Hartpertus omnesque procuratores per succedentia<\/p>\n<p>tempora ipsius aecclesiae absque ullius contradictione perpetualiter libero fruantur<\/p>\n<p>arbitrio quicquid aecclesiasticae de his omnibus in planis et montanis ad utilitatem<\/p>\n<p>eiusdem aecclesiae agere decreverint. Insuper etiam navem episcopalem in lacu<\/p>\n<p>[Riuano, quod] antiqui[tus con]stitutum est, post dominicas IIII naves quintum<\/p>\n<p>locum omni tempore absque teloneo et censu semper obtinere praecipimus ab<\/p>\n<p>advenientibus onerandam, solitas ministrorum contentiones penitus removendas. Manu<\/p>\n<p>propria nostra subter eam firmavimus et anuli nostri impressione assignari iussimus.<\/p>\n<p>Signum domni serenissimi regis (M.)<\/p>\n<p>Liutulfus notarius invice Brunonis archicapellani recognovit (SI. 1.)<\/p>\n<p>(SR. )<\/p>\n<p>Data V kl. ian., anno incarnationis domini DCCCCLXXVI C indictione XV,<\/p>\n<p>regnante pio rege Ottone anno XXI; actum Dornpurhc; in domino feliciter amen.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt:<\/p>\n<p>Im Namen des allm\u00e4chtigen Gottes und unseres Erl\u00f6sers Jesus Christus. Otto, K\u00f6nig von Gottes Gnaden. Wissen soll also der Fleiss aller unserer Getreuen, der gegenw\u00e4rtigen und der zuk\u00fcnftigen, wie wir, auf den dr\u00e4ngenden Rat unseres lieben Bruders, des Erzbischofs Bruno, der heiligen Kirche von Chur, welcher der ehrw\u00fcrdige Bischof Hartpert, unserer Getreuer, vorsteht, einige uns zustehende Sachen zuteilen liessen, um ihr Missgeschick auszugleichen und Gott zu danken. Indem wir seinem Rat und seiner heilsamen Mahnung zustimmen, weil wir bei unserer R\u00fcckkehr aus Italien mit eigenen Augen gesehen haben, wie die der genannten Kirche geh\u00f6renden \u00d6rtlichkeiten durch den Sarazeneneinfall verw\u00fcstet wurden, indem wir der Armut besagter Kirche steuern und in jener Kirche gemachte Gel\u00fcbde einl\u00f6sen wollen, stiften wir unseren gesamten K\u00f6nigshof im Dorf Zizers in der Grafschaft R\u00e4tien der heiligen Gottesmutter Maria und dem hl. Bekenner Luzius zum Heile unserer Seele und \u00fcbergeben ihn g\u00fcltig und fest mit allem, was zu besagtem K\u00f6nigshof nach Recht und Gesetz geh\u00f6rt, mit Kirche und Hofzehnten, Geb\u00e4uden, Leibeigenen, \u00c4ckern, Wiesen, Weinbergen, W\u00e4ldern, Weiden, Alpen, Gew\u00e4ssern und Abl\u00e4ufen, Quellen, Inseln, Fischereien, M\u00fchlen, Bebautem und Unbebautem, allen Vorr\u00e4ten und allem noch Einzuziehenden, was sich an jenem Ort nach Fug und Recht befindet. Wir gaben auch Auftrag, diese Verf\u00fcgung sofort abzufassen, durch die wir wollen und fest verordnen, dass der vorerw\u00e4hnte Bischof Hartpert und alle nachfolgenden Verwalter dieser Kirche von all dem in Tal und Gebirge zu tun beschliessen. Ferner verordnen wir, dass das bisch\u00f6fliche Schiff auf dem Walensee, wie es von alters her bestimmt ist, nach den vier Herrenschiffen an 5. Stelle ohne Zoll und Abgabe bleibe, f\u00fcr immer, ohne mit Reisenden belastet zu werden, unter Ausschluss der \u00fcblichen Reibereien der Dienstleute. Mit eigener Hand haben wir die Urkunde unterzeichnet und liessen sie durch unsern Ring versiegeln. Siegel unseres erlauchten K\u00f6nigs.<\/p>\n<p>Der Notar Leutulf hat die Urkunde in Vertretung des Erzkaplans Bruno verifiziert.<\/p>\n<p>Gegeben am 28. Januar im Jahre des Herrn 976 in der 15. Indiktion, im 21. Regierungsjahr unseres guten K\u00f6nigs Otto; ausgestellt zu Dornburg. Mit Gottes Segen, Amen.<\/p>\n<p>Der Sarazeneneinfall und die Verw\u00fcstung dadurch 940 n. Chr. nennt die Urkunde als Grund und Anlass f\u00fcr die Armut und die Schenkung an Bischof Hartbert. Dabei d\u00fcrfte die divisio inter episcopatum et comitatum von 806 nach wie vor nachgewirkt haben, da damals dem Bischof von Chur verschiedene G\u00fcter, darunter sicher auch der \u00abHof\u00bb von Zizers, weggenommen wurde. Die curtis von Zizers musste bedeutend aus mehreren Gr\u00fcnden sein: Offenbar konnte der \u00abHof\u00bb die Not des Bistums massgebend lindern. Dann wurde die Schenkung mehrfach von h\u00f6chster Stelle best\u00e4tigt. Auch entsprang der Schenkung ein jahrelanger Streit mit dem Vogt Arnold des Klosters Sch\u00e4nis (ca. 8. Jhdt. \u2013 1811 n. Chr.), das sich vom Kaiser beraubt vorkam und eine Inquisition bem\u00fchte. Der Vogt versuchte die Rechtm\u00e4ssigkeit des Besitzes zu beweisen. Vermutlich bekam das Kloster Sch\u00e4nis vom ersten Grafen Churr\u00e4tiens Hunfrid den \u00abHof\u00bb in Zizers. Das Kloster Sch\u00e4nis war in dieser Zeit das Hauskloster des Grafen. 972 n. Chr. kam dieser Prozess aber zum Schluss und die Inquisitionsentscheidung best\u00e4tigte, dass die Schenkung rechtens war.<\/p>\n<p>Was man unter dem \u00abHof\u00bb oder \u00abK\u00f6nigshof\u00bb von Zizers (dem nationale Bedeutung zugesprochen wird) zu verstehen hat, ist nicht restlos klar. Heinzle f\u00fchrt eine arch\u00e4ologische Rekonstruktion durch. Im 9. Jahrhundert wurden die untersuchten Geb\u00e4ude zweifelsfrei benutzt und waren in Betrieb. Anfang des 11. Jahrhunderts wurden die untersuchten Geb\u00e4ude aber aufgegeben. Es fanden sich Spuren bis ins 6. Jahrhundert zur\u00fcck. Landwirtschaftliche Geb\u00e4ude konnten klar rekonstruiert werden. Dazu geh\u00f6rten zweifelsfrei auch dazugeh\u00f6rige \u00abBetriebe\u00bb und Geb\u00e4ude. Es steht im Raum, was ausser Getreide (Wein?) angebaut wurde und woher die Gef\u00e4sse daf\u00fcr kamen. Das Zehntrecht ist in der Urkunde verbrieft und dass die Ertr\u00e4ge des Hofes so waren, dass regelm\u00e4ssig ein Schiff auf dem Walensee hatte benutzt werden m\u00fcssen. Ob damit auch eine Kirche (die Datierung der Kirche geht vom Baustil ins ca. 8. Jahrhundert zur\u00fcck) geh\u00f6rte, ist nicht restlos beweisbar, aber wahrscheinlich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1160\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof.png\" alt=\"\" width=\"3104\" height=\"1720\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof.png 3104w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-300x166.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-1024x567.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-768x426.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-1536x851.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-2048x1135.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/RekonstruktionHeinzle_Hof-500x277.png 500w\" sizes=\"(max-width: 3104px) 100vw, 3104px\" \/><br \/>Rekonstruktion des Hauptgeb\u00e4udes \u00a9 Bernd Heinzle<\/p>\n<p>Heinzle beschreibt den \u00abK\u00f6nigshof\u00bb so: \u00abDie <em>curtis<\/em> von Zizers war ein Teil der fr\u00fchmittelalterlichen (Grund-) Herrschaft. Sie d\u00fcrfte im Zuge dessen f\u00fcr verschiedene Funktionen herangezogen worden sein. Von diesen ist die wirtschaftliche Grundlage, die sie schafft, der Ausgangspunkt f\u00fcr ihren politischen und milit\u00e4rischen Nutzen innerhalb des Herrschaftssystems. Den ottonischen Urkunden zufolge d\u00fcrfte sie als Besitzverband oder Besitzkomplex mit einem Hof- und Hofbereich und einer Kirche als Kern in Zizers einzuordnen sein. Zu dieser geh\u00f6rt \u2013 neben der \u2018klassischen\u2019 Pertinenz, die sich durch lokale Bez\u00fcge auszeichnet (Neben dem klassischen Zubeh\u00f6r an Feldern, \u00c4ckern, Wiesen, Weiden, W\u00e4lder, Gew\u00e4sser, M\u00fchlen, Zug\u00e4nge etc. finden sich darunter auch Personen (Abh\u00e4ngige\/Sklaven) beiderlei Geschlechts, Alpen, Weinberge in Malans und Trimmis. Daneben wird ein zollfreies Schiff auf dem Walensee gew\u00e4hrt.) \u2013 eine weitere Kirche mit seit langem dienenden Personen und Handwerkern in einem Ort namens <em>Supersaxa<\/em>.\u00bb (Heinzle, K\u00f6nigshof, S. 150f.)<\/p>\n<p>Pfarreientstehung<\/p>\n<p>Bleibt festzuhalten, dass die erste Erw\u00e4hnung von Zizers auf das Jahr 955 n. Chr. datiert und die \u00e4lteste Bausubstanz an der Kirche auf 1050 n. Chr. zur\u00fcckgeht. Die Benutzung des \u00abHofes\u00bb steht bereits f\u00fcr das 8. Jahrhundert fest und auch die Mauerreste unter der Kirche deuten auf 7.\/8. Jahrhundert. Die Ersterw\u00e4hnungen der Kirchen datieren in das 14. Jahrhundert. Insofern kann man annehmen, dass eine Kirche im 8. Jahrhundert stand und benutzt wurde in Zizers. Ebenso zieht dies den Schluss nach sich, dass es im 8. Jahrhundert in Zizers zweifelsfrei christliche Bewohner hatte, die sich gewiss als Einheit verstanden, zumal die Kirche ja auch das Zehntrecht besass. B\u00fcttner\/M\u00fcller betrachtet den Anfang in Zizers gar im 7. Jahrhundert.<\/p>\n<p>\u00dcber die konkrete Entstehung der Pfarrei kann nur gemutmasst werden. Gem\u00e4ss Erwin Poeschel geh\u00f6rte Zizers zu den Altpfarreien, welche das ganze Gebiet \u00abunterhalb Trimmis und Haldenstein\u00bb umfasste, eine \u00abparochiale\u00bb Gemeinschaft mit Untervaz ist wahrscheinlich. Valzeina geh\u00f6rte als Filiale zu Zizers bis 1523 n. Chr. Nach der Reformation waren auch die Pr\u00e4ttigauer Katholiken bis 1899 n. Chr. zu Zizers zehntpflichtig. Bis zum Jahre 1649 lag Zizers unter der Herrschaft und der Gerichtsbarkeit des Bischofs von Chur.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Pfarrei hatten das Kloster Sch\u00e4nis, das Benediktinerkloster Pf\u00e4fers, das Pr\u00e4monstratenserkloster Chur und das Kapitel von Churwalden gr\u00f6ssere Bedeutung. Die Kapuziner bekamen die Aufgabe die Pfarrei zu Beginn im 17. Jahrhunderts zu betreuen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1139\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/120px-Zizers_wappen.svg_.png\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"132\" \/><br \/>Das Wappen der Gemeinde Zizers heute zeigt den kirchlichen Bezug: In Silber oder Weiss ein aufrechtschreitender, rot gezungt und so geziert, schwarzer Steinbock, einen gest\u00fcrzten schwarzen Schl\u00fcssel tragend.<\/p>\n<p>Bereits das 1527 verwendete Gemeindesiegel zeigte das Wappentier des Gotteshausbundes. Der Schl\u00fcssel, das Attribut des Kirchenpatrons Petrus, dient zur Differenzierung gegen\u00fcber anderen Gemeinden im selben Bunde.<\/p>\n<p>Der Gotteshausbund wurde auf Initiative des Bischofs von Chur gegen die schleichende \u00dcbernahme der Habsburger 1367 gegr\u00fcndet. Die IV D\u00f6rfer waren bisch\u00f6flicher Gerichtssitz und Mitglied im Bund. Der Schl\u00fcssel deutet auf Petrus hin, der Patron der Pfarrkirche in Zizers.<\/p>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hassler, Paul: Zizers 955 \u2013 1955. Zizers. 1955.<\/li>\n<li>Leuzinger, Urs: Bevor die R\u00f6mer kamen. Sulgen, 2008. S. 10ff. &amp; S. 88ff.<\/li>\n<li>Rageth, J\u00fcrg; Zanier, Werner: Crap Ses und Septimer: Arch\u00e4ologische Zeugnisse der r\u00f6mischen Alpeneroberung 16 \/ 15 v. Chr. aus Graub\u00fcnden. Mit einem Beitrag von Sabine Klein. In Germania. Frankfurt a.M., 2010 (Jahrgang 88, 1.\/2. Halbband, S. 241ff.).<\/li>\n<li>Zanier, Werner: Der r\u00f6mische Alpenfeldzug unter Tiberius und Drusus im Jahre 15 v. Chr. \u00dcbersicht zu den historischen und arch\u00e4ologischen Quellen. In: Asskamp, Rudolf; Esch, Tobias (Hrsg.): Imperium \u2013 Varus und seine Zeit. 2010. Band XVIII. S. 73ff.<\/li>\n<li>Martin-Kilcher, Stephanie: R\u00f6mer und gentes Alpinae im Konflikt. Arch\u00e4ologische und historische Zeugnisse des 1. Jahrhunderts v. Chr. In: Moosbauer, G\u00fcnther; Wiegels, Rainer: Osnabr\u00fccker Forschungen zu Altertum und Antike \u2013 Rezeption (Band 14). Fines Imperii \u2013 imperium sine fine? Rahden, 2011, S. 27ff.<\/li>\n<li>Untervazer Burgenverein: Erste Erw\u00e4hnung des K\u00f6nighofs Zizers. In: Texte zur Dorfgeschichte Untervaz. 2008 (Nr. 2).<\/li>\n<li>Rageth, J\u00fcrg: R\u00e4ter. In: Historisches Lexikon der Schweiz, 2012.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%A4ter#cite_ref-27\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R%C3%A4ter#cite_ref-27<\/a> (Stand 23.2.21).<\/li>\n<li>Harnack, Adolf v.: Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten. Die Verbreitung. Darmstadt, 2018 (Band 2) S. 883f.<\/li>\n<li>Zanier, Werner: Das Alpenrheintal in den Jahrzehnten um Christi Geburt. In: M\u00fcnchner Beitr\u00e4ge zur Vor- und Fr\u00fchgeschichte (Band 59). M\u00fcnchen, 2006.<\/li>\n<li>St\u00e4helin, Felix: Die Schweiz in r\u00f6mischer Zeit. Basel, 1948.<\/li>\n<li>Gerasch, Martin: Administration, Milit\u00e4r und Wirtschaft im r\u00f6mischen R\u00e4tien. M\u00fcnchen, 2009.<\/li>\n<li>Schneider-Schnekenburger, Gudrun: Churr\u00e4tien im Fr\u00fchmittelalter. In: M\u00fcnchner Beitr\u00e4ge zur Vor- und Fr\u00fchgeschichte (Werner, Joachim Hrsg., Band 26). M\u00fcnchen 1980.<\/li>\n<li>Metzger, Ingrid R.: Antike Religionen und fr\u00fches Christentum. Heidnischer und christlicher Glaube, Kult und Grabbrauch in Graub\u00fcnden. In Beitr\u00e4ge zur Raetia Romana. Chur 1987.<\/li>\n<li>Durst, Michael: Von den Anf\u00e4ngen bis zum Vertrag von Verdun (843). Chur, 2001.<\/li>\n<li>Durst, Michael (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Bistums Chur (451-2001). Freiburg, 2002.<\/li>\n<li>Heinzle, Bernd: Der K\u00f6nigshof von Zizers. Innsbruck, 2016.<\/li>\n<li>Erste Erw\u00e4hnung des K\u00f6nigshofes Zizers. In: Texte zur Dorfgeschichte Untervaz. Untervaz, 2008.<\/li>\n<li>Heinzle, Bernd; Reitmaier, Thomas: Zeitschichten lesen &#8211; die mittelalterliche curtis von Zizers als Palimpsest. In: B\u00fcndner Monatsblatt (1\/2015) S. 58-72.<\/li>\n<li>B\u00fcttner, Heinrich; M\u00fcller, Iso: Fr\u00fches Christentum im schweizerischen Alpenraum. Einsiedeln, 1967, S. 124.<\/li>\n<li>Angenendt, Arnold: Das Fr\u00fchmittelalter. Stuttgart, 2001.<\/li>\n<li>Kaiser, Reinhold: Churr\u00e4tien im fr\u00fchen Mittelalter. Basel, 2008.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u><a id=\"geschichte\"><\/a>Die Geschichte der Kirche St. Peter und Paul<\/u><\/p>\n<ol>\n<li>Teil Baugeschichte<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Geschichte der Kirche St. Peter und Paul ist eindr\u00fccklich. Otto der Grosse schenkte 955 n. Chr. Hof (und vermutlich auch eine dazugeh\u00f6rige Kirche) in Zizers dem Bischof Hartbert von Chur. Dies stellt vermutlich die 1. Kirche in Zizers dar. Die Saalkirche hat eine leicht eingezogene Apsis. Es fanden sich Reste eines (nachtr\u00e4glich?) angebauten Annexes im S\u00fcden. Die Masse der Kirche waren ca. 3,5 Meter breit und 6,2 Meter lang (Fundament), Apsistiefe 1,8 Meter, Mauerst\u00e4rke des Schiffes 1,3 Meter. Oswald, Schaefer und Sennhauser datieren diese Kirche aufgrund der Bauweise (Turmchoranlage, Mauerst\u00e4rke) ins 7.\/8. Jahrhundert hinein. Gem\u00e4ss Batz wird der romanische Turm um 1050 n. Chr. gebaut, oberhalb der Saalkirche.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1155\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663.png\" alt=\"\" width=\"1656\" height=\"1296\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663.png 1656w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663-300x235.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663-1024x801.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663-768x601.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663-1536x1202.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1Sennhauser-e1619537182663-383x300.png 383w\" sizes=\"(max-width: 1656px) 100vw, 1656px\" \/><br \/>Abbildung: Sennhauser \u2013 Bau I \u2013 ADG.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1154\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418.png\" alt=\"\" width=\"1980\" height=\"2316\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418.png 1980w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418-256x300.png 256w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418-875x1024.png 875w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418-768x898.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418-1313x1536.png 1313w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grundriss1bSennhauser-e1619537210418-1751x2048.png 1751w\" sizes=\"(max-width: 1980px) 100vw, 1980px\" \/><br \/>Abbildung: Sennhauser \u2013 Bau I \u2013 ADG.<\/p>\n<p>Die 2. Kirche ist ein Neubau gegen Ende des 15. Jahrhunderts. 1490 wurde das geostet Schiff niedergerissen und das neue gegen S\u00fcden ausgerichtete errichtet.<\/p>\n<p>Als die Kapuziner 1686 (bis 1986) die Pfarrseelsorge in Zizers \u00fcbernahmen, befand sich die Kirche in einem schlechten baulichen Zustand; die Kapuziner renovierten das Gotteshaus und bauten die von Marschall Rudolf von Salis (gest. 1690) gestiftete Rosenkranz-Kapelle (= Ostkapelle) ein. Der Chor im S\u00fcden der Kirche hat die L\u00e4nge 6,8 Meter und die Breite von 7 Metern. Das Schiff misst 15,1 Meter L\u00e4nge und 9,5 Meter Breite. \u00abDurch segmentf\u00f6rmige Podeste in den Ecken vor dem Chor und Schr\u00e4gstellung der dort platzierten Seitenalt\u00e4re findet eine Zusammenziehung von schiff und Chor statt\u00bb, schrieb Poeschel.<\/p>\n<p>Die Kirchen in Zizers wurden immer wieder von Feuersbr\u00fcnsten und Erdbeben verw\u00fcstet, sodass viele Neubauten und gr\u00f6ssere Renovationen zwingend waren. So auch 1767, wo auch die Sakristei und der Turm neu gebaut wurden. Gesamtrenovationen fanden 1918 und 1964\/65 statt, wo auch Ausgrabungen get\u00e4tigt wurden.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Teil Patrozinium<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Petruspatrozinium war wohl das erste. Es wurde erstmals 1365 n. Chr. urkundlich erw\u00e4hnt, gem\u00e4ss Batz.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens bei der Einweihung der renovierten 2. Kirche durch Bischof Ulrich von Federspiel im Jahre 1696 wird dann aus dem Petruspatrozinium ein Doppelpatrozinium Petrus und Paulus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1156\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz.png\" alt=\"\" width=\"1552\" height=\"2584\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz.png 1552w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz-180x300.png 180w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz-615x1024.png 615w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz-768x1279.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz-923x1536.png 923w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrundrissBatz-1230x2048.png 1230w\" sizes=\"(max-width: 1552px) 100vw, 1552px\" \/><br \/>Abbildung: Batz: Die Kirchen und Kapellen<br \/>des Kantons Graub\u00fcnden<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Teil Einweihung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Einweihung der zweiten Kirche fand am 28. Oktober 1696 durch Bischof Ulrich VII. von Federspiel statt. In der Urkunde, die im Archiv des Pfarramtes ist, steht geschrieben:<\/p>\n<p>\u00abUdalricus Dei et Apostolicae<br \/>Sedis gratia Episcopus Curiensis Sacri Romani Imperii Princeps<br \/>Universis et Singulis praesentes litteras inspecturis, lecturis, pariter vel audituris salutem in Annos<br \/>Sempiternam! Fidem facimus et attestamur quod anno Domini MDC XCVI die vero 28 Octrobris<br \/>consecravimus Ecclesiam sitam in pago Zizers teritorii Rhaetiae, prae[?] Dioecesis Curiensis in honorem Sanctae et individuae<br \/>Trinitatis et Gloriosissimae Virginis Mariae, ad nomen vero et memoriam Sancti Petri et Pauli unacum tribus altaribus<br \/>in eadem [agittentibus?] in quorum primo quod in Choro est in honorem Beatissimae Virginis Mariae et sanctorum Apostolorum Petri et Pauli<br \/>reliquias sanctorum Lucii, Calisti et Prosperi Martyrum. In secundo quod est in formae Epistolae in honorem Sanctae<br \/>Annae, Sancti Michaelis Archangeli et Sancti Antonii de Padua; reliquias sanctorum Justi, Fortunatae et Venturae Martyrum<br \/>In tertio quod est in Cornu Evangelii in honorem Sancti Josephi, Sancti Francisci, Sancti Sebastiani, et Sancti Caroli<br \/>reliquias sanctae Piae, Venturae et Patrocinii in Sacello tandem Beatae Virginis Rosarii quod est in honorem Sancti Dominici<br \/>et Sanctae Catherinae Seneris Virginis reliquias Sanctorum Felicissimi Fortunanti et Deodatae Martyrum inclusimus<br \/>et Singulis Christi fidelibus hodie unum annum, et in Die Anniversario Consecrationis huiusmodie ipsam visitantibus<br \/>quadraginta dies de vera indulgentia in forma Ecclesiae consuetae concedimus. Diem vero Dedicationis huiusmodi<br \/>Ecclesiae statuimus annuatim celebrandum Dominica prima post festum Sanctorum Apostolorum Petri<br \/>et Pauli. In Quorum fidem Sanctae Curiae ex Residentia nostra Episkopali die 18. Augusti 1698.<br \/>Udalricus Episcopus Curiensis\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Franciscus Menradius Guntlii Secretarius\u00bb<\/p>\n<p>Auf der Seite:<\/p>\n<p>\u00abIncinerata Ecclesia altefactas Reliquias Sacras<br \/>publicae venerationi Ego.?&#8230;] ex [Kaam?] tunc<br \/>temporis hoc [Anocahus?] exposui Delicentia [R..?]<br \/>[?&#8230;?] principis Johannis Antonii Episkopi Curiensis\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1166\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445.png\" alt=\"\" width=\"1885\" height=\"1525\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445.png 1885w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445-300x243.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445-1024x828.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445-768x621.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445-1536x1243.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Urkunde-Ulrich-1696-e1619536607445-371x300.png 371w\" sizes=\"(max-width: 1885px) 100vw, 1885px\" \/><br \/>Abbildung: Bulla Dedicationis von Bischof Ulrich, 28.10.1696, Archiv Pfarrei Zizers.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt bedeutet der Inhalt der Urkunde:<\/p>\n<p><em>\u00abUlrich, mit der Gnade Gottes und des Apostolischen Sitzes, Bischof von Chur, F\u00fcrst des Heiligen R\u00f6mischen Reiches, w\u00fcnscht allen und jedem Einzelnen, die den vorliegenden Brief anschauen, lesen oder in gleicher Weise h\u00f6ren, \u00fcber die Jahre immerw\u00e4hrendes Wohlergehen. Wir bezeugen in unserem Glauben, dass wir im Jahre des Herrn 1696 am 28. Oktober die Kirche, die in der Gemeinde Zizers auf dem Gebiet von Rh\u00e4tien, geweiht haben, \u2026 zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit und der hochverehrten Maria zum Namen und zur Erinnerung an die heiligen Petrus und Paulus zusammen mit drei Alt\u00e4ren bei derselben \u2026; beim ersten von diesem, der im Chor ist, zur Ehre der seligen Jungfrau Maria und der heiligen Apostel Petrus und Paulus, die Reliquien der heiligen M\u00e4rtyrer Luzius, Kallistus und Prosperus. Beim zweiten, welcher in der Gestalt der Epistel ist, zur Ehre der heiligen Anna, des heiligen Erzengels Michaels und des heiligen Antonius von Padua, die Reliquien der heiligen M\u00e4rtyrer Justus, Fortunata und Ventura; im dritten, der da auf der Seite des Evangeliums ist, zur Ehre des heiligen Joseph, des heiligen Franziskus, des heiligen Sebastian und des heiligen Karl, die Reliquien der heiligen Pia und Ventura und wir haben in der Rosenkranz-Kapelle des Schutzes der seligen Jungfrau eingeschlossen, die da zu Ehren des heiligen Dominikus, die Reliquien der heiligen Jungfrau Katharina von Siena, der heiligen M\u00e4rtyrer Felicissimus Fortunatus und Deodata. Wir gestehen den einzelnen, an Christus Glaubenden, heute ein Jahr lang und denjenigen, die am Jahrestag der Weihe dieser Art sie besuchen 40 Tage lang, ein wahrer Ablass in der Gestalt der Gewohnheit der Kirche. Wir setzen fest, dass j\u00e4hrlich der Tag der Weihe dieser Art von der Kirche am ersten Sonntag nach dem Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus gefeiert werden muss. Zum Glauben an sie von unserer bisch\u00f6flichen Residenz der heiligen Kurie, 18. August 1698.<\/em><\/p>\n<p><em>Ulrich, Bischof von Chur Franziskus Meinradius Guntli, Sekret\u00e4r<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Nachdem die Kirche einge\u00e4schert worden ist, hab ich die geborgenen heiligen Reliquien zur \u00f6ffentlichen Verehrung ausgestellt \u2026 mit der Erlaubnis (?) F\u00fcrstbischof Johannes Antonius von Chur\u00bb<\/em><\/p>\n<p>(Transkribiert und \u00fcbersetzt durch PD Urs Grazili, Untervaz)<\/p>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hassler, Paul: Zizers 955 \u2013 1955. Zizers. 1955. S. 61ff.<\/li>\n<li>Zentralinstitut f\u00fcr Kunstgeschichte: Oswald\/Schaefer\/Sennhauser: Vorromanische Kirchenbauten. M\u00fcnchen, 1966, S. 390.<\/li>\n<li>Batz, Hans: Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graub\u00fcnden (Band IV). Chur, 2004, S. 142f.<\/li>\n<li>Poeschel, Erwin: Chur und der Kreis f\u00fcnf D\u00f6rfer. In: Poeschel, Erwin: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Graub\u00fcnden (Band VII). Basel, 1948.<\/li>\n<li>Sennhauser, Hans Rudolf: Fr\u00fche Kirchen im \u00f6stlichen Alpengebiet. Von der Sp\u00e4tantike in ottonische Zeit (Band I). M\u00fcnchen, 2003, S. 204ff.<\/li>\n<li>Archiv Pfarramt Zizers.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u><a id=\"glocken\"><\/a>Die Glocken und Orgel der Kirche St. Peter und Paul<\/u><!--more--><\/p>\n<p>Die vier Glocken im Turm sprechen eine eigene Sprache. Ihre Inschriften lauten:<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Glocke: <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie ist die gr\u00f6sste Glocke und hat einen Durchmesser von 1,49 m und wiegt ca. 1&#8217;740 kg. Sie schl\u00e4gt die Stunde und eine halbe Stunde vor Messbeginn. Sie ist auf den Ton c\u2019 gestimmt. Gegossen wurde sie von Johannes Anton Peccorinus am 13. Juni 1769.<\/p>\n<p>Inschrift: UMBRA PETRIS SANAT *SANANT SUDARIA PAULI* HOS ERGO PLANE ZIZERIANE COLE!<\/p>\n<p>\u201eDer Schatten Petri heilt * die Schweisst\u00fccher Pauli heilen * diese also verehre fest, o Zizerser!<\/p>\n<p>Die Apostelgeschichte erz\u00e4hlt, dass sogar der Schatten des hl. Petrus die Kranken heilte und die Schweisst\u00fccher des hl. Paulus den Kranken Heilung gebracht haben. So m\u00f6ge der Zizerser diese seine Patrone auch fest verehren. Das also will die grosse Glocke mit ihrem Klang in unserem Herzen bringen. Die Glocke tr\u00e4gt das Bild von Mari\u00e4 Himmelfahrt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Glocke:<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die zweitgr\u00f6sste Glocke hat einen Durchmesser von 1,18 m und wiegt ca. 900 kg. Sie ist auf es\u2019 gestimmt. Gegossen wurde sie auch von Peccorinus, 1770.<\/p>\n<p>Inschrift: CUNCTOS ORE VOCO GABRIELIS AD AVE MARIA* DORMITUM SATIS EST * SURGITO * SOLVE PRECES!<\/p>\n<p>\u201eMit dem Munde Gabriels rufe ich alle zum AVE MARIA * genug des Schlafes * erhebe dich * verrichte die Gebete!\u201c<\/p>\n<p>Diese Glocke ist also die Marienglocke und erklingt dreimal pro Tag um 06.30 \/ 11.00 \/ 19.00 Uhr! So ruft sie uns dreimal zum Gebet Engel des Herrn auf. Sie tr\u00e4gt das Bild \u201eMari\u00e4 Verk\u00fcndigung\u201c und soll uns die frohe Botschaft in Erinnerung rufen!<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Glocke: <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie hat einen Durchmesser von 98 cm und wiegt ca. 530 kg. Sie ist auf den Ton g\u2019 gestimmt. Auch sie wurde 1770 von Peccorinus gegossen.<\/p>\n<p>Inschrift: AMICUS FIDELIS PROTECTIO FORTIS * PERMANE ILLI FIDELIS!<\/p>\n<p>\u201eEin treuer Freund ist ein starker Schutz * bleibe ihm treu!\u201c<\/p>\n<p>Im alttestamentlichen Buche Kohelet finden wir diese Worte. Es ist die Fidelis-Glocke, zu Ehren des hl. B\u00fcndner Missionars und M\u00e4rtyrers, des heiligen Fidelis von Sigmaringen, gegossen, mit seinem Bild versehen. Diese Glocke will uns auf die Treue zu unserem grossen Freund, Christus Jesus, hinweisen. Bleiben wir ihm treu!<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Glocke: <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die kleinste Glocke hat einen Durchmesser von 75 cm und wiegt ca. 250 kg. Sie erklingt auf einem b\u2019 und wurde auch vom oben genannten Peccorinus gegossen.<\/p>\n<p>Inschrift: VENITE ET CONGREGAMINI AD COENAM MAGNAM DEI!<\/p>\n<p>\u201eKommt und versammelt euch zum grossen Mahle Gottes!\u201c<\/p>\n<p>Diese Einladung stammt aus dem letzten Buch des Neuen Testamentes, der geheimen Offenbarung des Johannes. Die Sakramentsglocke ist mit dem Bild der Kreuzigung Jesu versehen und will uns zum heiligen Opfermahl des Neuen Bundes einladen!<\/p>\n<p>So l\u00e4uten die Glocken von St. Peter und Paul bereits seit 250 Jahre, die Peter und Paul-Glocke, die Marien-Glocke, die Fidelis-Glocke und die Sakraments-Glocke. Sie l\u00e4uten und l\u00e4uten. Mit ihren Kl\u00e4ngen sprechen sie eine wundersch\u00f6ne und eindr\u00fcckliche Sprache!<\/p>\n<p>Die katholische Pfarrkirche liegt malerisch mitten im Herzen von Zizers. Durch ihre eindr\u00fccklichen Wandmalereien und wundersch\u00f6nen Innenarchitektur ist sie f\u00fcr Hochzeitsfeiern ebenfalls sehr beliebt.<\/p>\n<p>Eine Kirche ist der Mittelpunkt einer christlichen Gemeinde, wo sie sich trifft, dem Herrgott und dem Mitmenschen auf besondere Weise begegnet. Hier in diesem heiligen Kirchenraume m\u00f6gen viele wieder Gotteswort entdecken, den Sinn ihres Lebens finden und wieder neue Boten des Heils, der Freude und des Friedens werden.<\/p>\n<p><u>Geschichte der Orgel<\/u><\/p>\n<p>Die Orgel von St. Peter stammt von der Firma Sp\u00e4th aus Rapperswil aus dem Jahre 1969. Sie hat zwei Manuale, 15 Register und Pedal. Die erste Orgel wurde aus Rankweil (Andreas Ziegler) 1792 f\u00fcr 230 Gulden mit acht Registern geliefert. In einem unbekannten Jahr wurde eine zweite Orgel dazugekauft. Beide wurden 1823 vom Mail\u00e4nder Anton Petrocelli renoviert. Im Jahre 1900 wurden beide Orgeln zugunsten einer neuen ersetzt. Leider fehlen alle Einzelheiten.<\/p>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hassler, Paul: Zizers 955 \u2013 1955. Zizers, 1955. S. 101.<\/li>\n<li>Hitz, Hans: 300 Jahre Kath. Kirche Zizers, 1996.<\/li>\n<li>Batz, Hans: Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graub\u00fcnden (Band IV). Chur, 2004, S. 142f.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u><a id=\"kapellen\"><\/a>Die Alt\u00e4re und Kapellen<\/u><\/p>\n<p>Es folgt eine Beschreibung der Alt\u00e4re und Kapellen, ausgehend von den Alt\u00e4ren und Kapellen, die wir heute in der Kirche St. Peter und Paul vorfinden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1165\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1.png\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1.png 4032w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-300x225.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-768x576.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-1536x1152.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-2048x1536.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Turmkapelle1-400x300.png 400w\" sizes=\"(max-width: 4032px) 100vw, 4032px\" \/><br \/>Bild: Stefan M. Bolli 2020.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1157\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger.png\" alt=\"\" width=\"2480\" height=\"3264\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger.png 2480w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger-228x300.png 228w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger-778x1024.png 778w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger-768x1011.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger-1167x1536.png 1167w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/HeiligerGeistTurmkapelle_OrlandoHediger-1556x2048.png 1556w\" sizes=\"(max-width: 2480px) 100vw, 2480px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1141\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger.png\" alt=\"\" width=\"2848\" height=\"4288\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger.png 2848w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger-199x300.png 199w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger-680x1024.png 680w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger-768x1156.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger-1020x1536.png 1020w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/BruderKlausTurmkapelle_OrlandoHediger-1360x2048.png 1360w\" sizes=\"(max-width: 2848px) 100vw, 2848px\" \/><br \/>Bilder: Orlando Hediger, 2013.<\/p>\n<p>Die heutige Taufkapelle ist auch eine Marienkapelle mit Kerzenst\u00e4nder. Sie beinhaltet eine sch\u00f6ne Pieta, ein Glasfenster in der urspr\u00fcnglichen Ostung der Kirche mit einer Darstellung des Heiligen Geistes und eine Statue vom heiligen Bruder Klaus. Der Taufstein aus rotem Marmor stammt aus dem Jahre 1769.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1164\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenkapelle-Altar1-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Bild: Stefan M. Bolli 2020.<\/p>\n<p>Die Seitenkapelle wurde von Baron Heinrich von Salis-Zizers (gest. 1770) und Maria Anna Bessler von Wattingen aus Attinghausen\/UR (gest. 1806) gestiftet, beide Stifter fanden ihre letzte Ruhest\u00e4tte in der Ostkapelle. Sie wurde Rosenkranzkapelle genannt. Das Altarbild zeigt Maria mit dem Jesuskind. Vorne knien der heilige Bruno und die heilige Theresa von Avila.<\/p>\n<p>\u00dcber Weihe und eingelassene Reliquien findet sich nichts. Der Altar wurde aber h\u00f6chstwahrscheinlich der heiligen Maria geweiht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1162\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-links1-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Bild: Stefan M. Bolli 2020.<\/p>\n<p>Der Seitenaltar links (auf der Evangelienseite) wurde auf den heiligen Josef, die heiligen Franziskus, Sebastian und Karl geweiht. Er beinhaltet die Reliquien der heiligen Felicissimus, Fortunat und Deodata.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1158\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1700\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-scaled.jpg 1700w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-680x1024.jpg 680w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-768x1156.jpg 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-1020x1536.jpg 1020w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hochaltar_OrlandoHediger-1360x2048.jpg 1360w\" sizes=\"(max-width: 1700px) 100vw, 1700px\" \/><br \/>Bild: Orlando Hediger, 2013.<\/p>\n<p>Der Hochaltar der Kirche St. Peter und Paul ist zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria und der heiligen Apostel Petrus und Paulus geweiht. Im Altar wurden Reliquien der heiligen Luzius, Kallistus und Prosper eingelegt. Der heutige Hochaltar ist nach 1767 entstanden. Das Altarbild wurde von Melchior Deschwanden aus Stand 1890 gemalt und zeigt die Aufnahme Mariens im Himmel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1163\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Seitenaltar-rechts1-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Bild: Stefan M. Bolli 2020.<\/p>\n<p>Der Seitenaltar rechts (auf der Epistelseite) ist heuet dem heiligen Fidelis von Sigmaringen geweiht. Bischof Ulrich VII. konsekrierte den Altar einst zu Ehren der heiligen Anna. In ihm finden sich Reliquien der heiligen Justus, Fortunata und Ventura.<\/p>\n<p>Die Deckenbilder stammen aus dem Jahr 1770 von Johann Anton Schneller.<\/p>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><br \/><br \/>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Poeschel, Erwin: Chur und der Kreis f\u00fcnf D\u00f6rfer. In: Poeschel, Erwin: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Graub\u00fcnden (Band VII). Basel, 1948.<\/li>\n<li>Batz, Hans: Die Kirchen und Kapellen des Kantons Graub\u00fcnden (Band IV). Chur, 2004, S. 142ff.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u><a id=\"grablegung\"><\/a>Die Grablegungen rund um die Kirche<\/u><\/p>\n<p>Rund um die Kirche (und eines innerhalb der Kirche) finden sich auff\u00e4llige Grab- und Gedenksteine.<br \/><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1147\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab1-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><\/p>\n<p>Hier ruhen in Gottes Frieden<br \/>Graf Franz Simon v. Salis<br \/>geboren in Zizers den 20. Februar 1777,<br \/>Landammann der 4 D\u00f6rfer, Bundes-<br \/>pr\u00e4sident, dann General und Komman-<br \/>dant des Garderegiment seines Na-<br \/>mens in Frankreich, nachher Gene-<br \/>ral und Divsionscommandant in r\u00f6m-<br \/>ischen Diensten, Commandeur des k.k. (k\u00f6niglich kaiserlich)<br \/>[Leopoldi] und der eisernen Krone,<br \/>der franz\u00f6sischen Ehrenlegion,<br \/>p\u00e4bstlicher St. Gregor port torre e spa-<br \/>da und sardinischen Mauritzius Orden, des<br \/>franz. Ludwigs Ord., Ritter. Gestorben in<br \/>Zizers den 23. Oktober[?] 1845. Und seine<br \/>Gemahlin<br \/>Josepha Gr\u00e4fin von Salis geborene<br \/>von Peterelli<br \/>geboren in Savognino[?] den [..] Juli 1780,<br \/>gestorben in Zizers den 4. Februar 1850.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1149\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen.png\" alt=\"\" width=\"2544\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen.png 2544w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen-189x300.png 189w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen-646x1024.png 646w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen-768x1217.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen-969x1536.png 969w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2innen-1292x2048.png 1292w\" sizes=\"(max-width: 2544px) 100vw, 2544px\" \/><br \/>Zum frommen Andenken an<br \/>Grafen Rudolf von Salis<br \/>geboren in Zizers den [\u2026]<\/p>\n<p>\u2026 Leutnant \u2026 Leopolds \u2026 russischen Alexander Newski<\/p>\n<p>\u2026Graf \u2026 v. Salis \u2026 Mai 1812<\/p>\n<p>\u2026Leopold Orden \u2026 franz. Ehrenlegion<\/p>\n<p>\u2026 23. M\u00e4rz<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1146\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab-von-Salis-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Gemeinschaftsgrab der Maria Franziska von Salis (1882 \u2013 1976) und Maria Theresia von Salis (1885 &#8211;\u00a0 1977).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1150\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabDeSalis-Familie-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>D.O.M. (Deo optimo maximo)<br \/>Sepulturae<br \/>Illustrissimae Familiae<br \/>Dominorum Comitum<br \/>De Salis<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt: Dem h\u00f6chsten Gott (geweiht) Gr\u00e4ber der ber\u00fchmten Familie der Herren Grafen von Salis.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1151\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabPuchner-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Lucrezia<br \/>Baronin von Puchner<br \/>Geborene Gr\u00e4fin Salis-Zizers<br \/>Geboren in Zizers den 24. Januar 1807<br \/>Gestorben in Meran den 2. Mai 1887.<\/p>\n<p>R.I.P. (Requiescat in pacem = Sie m\u00f6ge ruhen in Frieden)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1148\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Grab2-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Der wohlgeborene Herr<br \/>Rudolf von Salis<br \/>Ritter des Ordens Sant Jago<br \/>Gewester Ambassador in Hispania<br \/>Landammann der vier D\u00f6rfer<br \/>Zweimal Landvogt der Herrschaft<br \/>Meienfeld<br \/>Obrister Leutenant in<br \/>Diensten der Crone in Hispania<br \/>Acht Mahl Gesanter<br \/>In die Eidgenossenschaft<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1152\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis.png\" alt=\"\" width=\"4032\" height=\"3024\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis.png 4032w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-300x225.png 300w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-1024x768.png 1024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-768x576.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-1536x1152.png 1536w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-2048x1536.png 2048w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabRudolfvSalis-400x300.png 400w\" sizes=\"(max-width: 4032px) 100vw, 4032px\" \/><br \/>Rudolfus a Salis<br \/>Eques Santi Jacobi Ordinis<br \/>ad regina hispaniorum legat<\/p>\n<p>[IAHR.] MDCLXVIII<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt: Rudolf von Salis, Ritter des Heiligen Jakobus-Orden, zur K\u00f6nigin Spaniens Gesandter<\/p>\n<p>[\u2026] 1668<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1153\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider.png\" alt=\"\" width=\"3024\" height=\"4032\" srcset=\"https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider.png 3024w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider-225x300.png 225w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider-768x1024.png 768w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider-1152x1536.png 1152w, https:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/site\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/GrabSchneider-1536x2048.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 3024px) 100vw, 3024px\" \/><br \/>Hier ruhet<br \/>Anton Schneider k\u00f6niglich kaiserlicher<br \/>Appellationsrath<br \/>geboren zu Weiler am 13. October 1777<br \/>gestorben zu Fideris am 16.July 1820.<br \/>In dem an Ungl\u00fcck und an Ruhme<br \/>reichen Kriegsjahre 1809<br \/>Generalcommissaer in Vorarlberg.<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Poeschel, Erwin: Chur und der Kreis f\u00fcnf D\u00f6rfer. In: Poeschel, Erwin: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Graub\u00fcnden (Band VII). Basel, 1948.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><\/p>\n<hr id=\"Johannes-Stift\" \/>\n<h1>Der Johannes-Stift<\/h1>\n<p>Informationen \u00fcber das Salis-Schloss zum St. Johannes-Stift<br \/>k\u00f6nnen im Buch von Fridolin Gasser nachgelesen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium\" src=\"http:\/\/www.zizers-katholisch.ch\/pics\/stift.jpg\" width=\"858\" height=\"1228\" \/><\/p>\n<p><a href=\"#link\">nach oben<\/a><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der katholischen Pfarrei und Kirchgemeinde St. Peter und Paul Zizers &#8211; Zusammenfassung Die erste echte urkundliche Erw\u00e4hnung von \u00abZizers\u00bb kann 955 n. Chr. gefunden werden. 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